Nachrichten-Archiv

An dieser Stelle erhalten Sie Informationen über frühere Tätigkeiten der Borchert Consulting & Research AG und ihrer Experten.


  • 05.04.2019
    Flow Control-Gespräch beim Bundesverband der Deutschen Industrie

    Globale Austauschprozesse der wirtschafltichen Zusammenarbeit entwickeln sich im 21. Jahrhundert zum neuen Gravitationszentrum des geostrtegischen und geoökonomischen Wettbewerbs. Wer Macht ausüben will, der versucht, auf die Ausgestaltung dieser Austauschprozesse direkt Einfluss zu nehmen, um globale Ströme neu zu gestalten bzw. umzulenken. Flow Control wird damit zur neuen strategischen Währung. Für exportorienterte Unternehmen und Volkswirtschaften stellt Flow Control eine grundlegende Herausforderung dar. Was bislang Unternehmen und Nationen miteinander verband, droht nun zum trennenden Element zu werden. Über die daraus resultierenden Konsequenzen sprach Heiko Borchert auf Einladung von Matthias Wachter, Abteilungsleiter Rohstoffe und Sicherheit, gemeinsam mit Michael Boschert, Deutsche Lufthansa AG und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des BDI-Fachgesprächs.

      Flow Control
  • 07.02.2019
    Rüstungsindustriepolitik der Golfstaaten: Neuer Aufsatz für Comprative Strategy

    Die arabischen Golf-Staaten arbeiten seit Jahrzehnten am Aufbau einer nationeln rüstungstechnischen Industriebasis. Jüngst hat sich die Dynamik dieser Bemühungen verstärkt. Verantwortlich dafür sind u.a. ein sich veränderndes geostrategisches Umfeld, der Umbau der Volkswirtschaften in der Region sowie das Streben nach einer aktiven, über die Region hinausreichenden Aussenpoliitik. Der Wandel in der Rüstungsindustriepolitik der arabischen Golf-Staaten basiert auf vier Elementen: Dem Ausbau der bestehenden Lieferantenbasis, dem Aufbau eigener Rüstungsakteure, dem Knüpfen eines Netzwerks rüstungsindustrieller Beziehungen in der Region und über diese hinaus, sowie die Unterstützung der Aussenpolitik durch Rüstungsexporte, die Abgabe von Rüstungsmaterial sowie die Finanzierung der Rüstungsbeschaffung von strategischen Partnern. Trotz Fortschritten in der Umserzung dieser Ansätze bleiben grosse Herausforderungen bestehen, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Tragfähigkeit dieser Politik sowie den lokalen Fertigkeiten, argumentiert Heiko Borchert in einem neuen Beitrag für die Fachzeitschrift Comparative Strategy.

      The Arab Gulf Defense Pivot
  • 30.01.2019
    Flow Control und die Zukunft der Globalisierung

    Globale Versorgungsströme, die den Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Information und Kapital sowie die Bewefungsfreiheit von Personen ermöglichen, sind ein Wesenserkmal einer globalisierten Wirtschaft. Die gegenwärtige internationale Ordnung erleichtert wesentlich den Austausch dieser strategisch bedeutenden Ströme und wird auch von diesen beeinflusst. Die Versorgungsströme verbinden Herkunfts-, Transit- und Zielländer miteinander und tragen auf diese Weise dazu bei, Prosperität und Stabilität regionenübergreifend zu fördern. In einer fragilen internationalen Ordnung wandelt sich gegenwärtig jedoch der Blick auf diese Ströme: Die vorwiegend positive Betrachtung dieser Versorgungsströme macht einem skeptischer werdenden Blick Platz. Im Vordergrund der skeptischen Betrachtung stehen weniger die Chancen der globalien Vernetzung. Vielmehr setzt sich verstärkt eine Null-Summen-Logik durch, die die Verwundbarkeit betont, die aus globaler Vernetzung resultiert. In diesem Umfeld setzen ambitionierte Schwellenländer, die den Status Quo in Frage stellen, verstärkt auf die Kontrolle globaler Versorgungsströme (Flow Control). Flow Control beschreibt dabei den Willen und die Fähigkeit eines Akteurs, den strategischen Rahmen und die operativen Bedingungen, die den Austausch globaler Versorgungsströme ermöglichen, zu beeinflussen. Flow Control steht damit im Mittelpunkt eines neuen systemischen Wettbewerbs, der die internationale Ordnung prägt.

      Flow Control und die Zukunft der Globalisierung
  • 08.11.2018
    Versorgungssicherheit und geostrategischer Wettbewerb

    Was bedeutet der sich verschärfende geostrategische Wettbewerb für die internationale Versrgungssicherheit? Dieser Frage widmete sich Heiko Borchert im Rahmen des Single Risk Seminar 2018, das die Kreditversicherungsgruppe Credendo in Genf duchgeführt hat. Er skizzierte darin die Umrisse eines sich entwickelnden, neuen systemischen Wettbewerbs zwischen den Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländern und beleuchtete die damit verbundenen Konsequenzen anhand ausgewählter Beispiele wie globaler Lieferketten, der Finanzindustrie sowie dem immer intensiver werdenden Wettbewerb um Zugang zu Hochtechnologie.

  • 26.09.2018
    Maritime Sicherheit im Baltikum

    Die maritime Sicherheit im Baltikum war Gegenstand einer Fachveranstaltung, die Atlas Elektronik in Helsinki durchführte. Heiko Borchert sprach im Rahmen dieser Veranstaltung zu den Möglichkeiten der finnisch-deutschen Zusammenarbeit. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind stark, doch der sich abzeichnende geostrategsiche Wandel trifft beide Länder an ihrer Achillesferse - dem internationalen Handel. Die damit verbundenen Herausforderungen bieten die Chance, die bilaterale Zusammenarbeit auszubauen. Heiko Borchert erwähnte dazu drei Schwerpunkte: die ökonomisch-technologische Basis der beiden Volkswirschaften (z.B. Versorgungssicherheit im Baltikum), die Digitalisierung (z.B. Zusammeanrbeit in der Cybersicherheit) sowie Sicherheit und Verteidigung (z.B. Zusammenarbeit im PESCO-Format). Die Thesen seines Vortrags wurden in einer anschliessenden Paneldiskussion vertieft. Daran beteiligten sich unter Leitung von Admiral a.D. Juhani Kaskeala die Abgeordnete Tytti Tuppurainen, Botschafter a.D. René Nyberg und Jukka Savolainen, Hybrid Center of Excellence.

  • 14.07.2018
    Ausländische Direktinvestitionen und nationale Sicherheit: Beitrag zur Schweizer Debatte

    Im Lichte steigender Direktinvestitionen aus China rückt in der Schweiz jüngst die Frage nach einer möglichen Investitionsprüfung ins Zentrum der politischen Diskussion. Diese wird bislang aber sehr polarisierende geführt: dort staatliche Invertention, hier marktwirtschaftliche Freiheit. Angesichts des anbrechenden Zeitalters technonationalistischer Protektionismuswellen geht es jedoch nicht um das Gegen-, sondern das kluge Miteinander der verfügbaren Instrumente. Drei Fragen müssen dabei beantwortet werden: Worin könnte eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bestehen? Wer sollte prüfen? Und was geschieht bei einer Ablehnung? Der von Heiko Borchert und Stefan Brem, Bundesamt für Bevölkerungsschutz, verfasste Beitrag für die NZZ gibt darauf konkrete Antworten.

      Schweizer Interessen mit Staat und Markt schützen
  • 29.06.2018
    UDT2018: Year of Engineering-Vortrag und Unterwassermärkte der Zukunft

    Bei der UDT 2018 in Glasgow diskutierten Guy Stitt, AMI International, RADM (ret) Simon Williams, Vorsitzender von Clarion Defense & Security, und Heiko Borchert über künftige Entwicklungen des Marktes für Unterseelösungen. Guy Stitt gab einen umfassenden Überblick zu bestehenden und geplanten Beschaffungs- und Modernisierungsprogrammen. Heiko Borchert lenkte den Blick auf die Entwicklungen im arabischen Golf, ging auf die dortigen Industrieambitionen ein und verdeutlichte, wie sich politische und indutrielle Beziehungsnetzwerke verändern.

    Zudem hilet Heiko Borchert den Year of Engineering (YOE)-Vortrag zur Frage "Why Should I Work for Defense?" Der Vortrag richtete sich an Studentinnen und Studenten verschiedener Studienrichtungen. Heiko Borchert diskutierte, wie sich geostrategische Veränderungen auf das maritime Umfeld auswirken und welche Konsequenzen sich darauf für Produkte und Technologien ergeben können. Gerade mit Blick auf technische Studiengänge betonte er, dass Technologie für Streitkräfte immer auch im sozialen Kontext (z.B. Wertvorstellungen, politische Ambitionen) gesehen werden muss.

  • 11.04.2018
    Start des Center for Strategy, Economics & Technology in Wien

    Das Center for Strategy, Economics & Technology in Wien ist ein Expertennetzwerk international tätiger Berater, Manager und Wissenschaftler. Die Experten kombinnieren langjährige Erfahrung im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor mit umfassender Methodenerfahrung. CSET erstellt geostrategische und geoökoomische Analysen, entwickelt Strategien, unterstützt in der Pflege der Beziehungen zu Schlüsselpartnern, stellt Finanzierungslösungen für Wachstumsprojekte zur Verfügung, beobachtet Technologieentwicklungen, stellt Forschungs- und Industriekonsortien zusammen und unterstützt bei der Suche nach neuen Produkt- und Marktchancen. Heiko Borchert ist Mitgründer des CSET und verantwortet die Leistungen im Bereich der Verteidigungsforschung zur Unterstützung des Bundesministeriums für Landesverteidigung, Wien.

  • 24.02.2018
    Diversität als Herausforderung: Anmerkungen zur Geoökonomie des östlichen Mittelmeers

    Der östliche Mittelmeerraum ist von zentraler geoökonomischer und geostrategischer Bedeutung, verbindet er doch Europa, die Levante, die arabischen Golfstaaten und Nordafrika miteinander. Diese prominente Lage erklärt, weshalb unterschiedliche Akteure versuchen, ihre Machtansprüche in die Region zu projizieren. Dieser Anspruch ist jedoch leichter formuliert als in der Praxis umgesetzt, denn in dieser Region prallen derart unterschiedliche politische, ökonomische und kulturelle Interessen bzw. Ansprüche aufeinander, dass sich kaum ein dominierender Akteur durchsetzen kann. Gerade weil das östliche Mittelmeer unterschiedliche Regionen miteinander verbindet, ist der strategische Wettbewerb, der sich hier entwickelt, auch für die Anrainer von unmittelbarer strategischer Bedeutung. In einem neuen, 2017 anlässlich der Kiel International Seapower Symposium vorgestellten Beitrag beleuchtet Heiko Borchert diesen Wettbewerb anhand von fünf unterschiedliche Entwicklungsstränge: allgemeine Wirtschaftsbeziehungen, maritimer Transport, ausländische Direktinvestitionen, Rüstungs- und Energiebeziehungen

      Diversität als Herausforderung
  • 18.02.2018
    Innovation auf Befehl?

    Geht es nach dem Koalitionsvertrag der voraussichtlich neuen Bundesregierung, sollen das Bundesministerium der Verteidigung und das Bundesministerium des Innern eine "Agentur für Disruptive Innovationen in der Cybersicherheit und Schlüsseltechnologien" (ADIC) gründen. Mit der Forderung nach Innovation für Sicherheit und Verteidigung trifft das Dokument den Nerv der Zeit. Soll ADIC gelingen, so Heiko Borchert in einem Beitrag für die Denkwürdigkeiten der Politisch-Militärischen Gesellschaft, sind vier Aspekte von zentraler Bedeutung: (1) Klare Kommunikation der Beweggründe für Innovation und der angestrebten Ziele, (2) Demonstrationsvorhaben, die den Mehrwert neuer Ansätze in Konzept- und Technologieentwicklung illustrieren, (3) aktive Arbeit an Ökosystemen, die Akteure unterschiedlichster Herkunft zusammenführen und (4) systematische Marktentwicklung

      Innovation auf Befehl?