Nachrichten

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Tätigkeiten der Borchert Consulting & Research AG. Frühere Nachrichten finden Sie in unserem Archiv. 


  • 29.06.2020
    Mangement von Lieferketten als strategische Priorität der Wirtschaftspolitik: Veröffentlichung im East Asia Forum
    In dem sich zunehmend verschärfenden geoökonomischen Wettbewerb geraten unternehmerische Lieferketten zunehmend unter Druck. Staat und Wirtschaft müssen ihre Zusammeanrbeit verbessern, um Lieferketten künftig resilienter und robuster zu gestalten. Hierzu präsentiert der im East Asia Forum veröffentlichte Beitrag eine 5-Punkte-Agenda mit folgenden Schwerpunkten: (1) Strategischer Dialog, um das Verständnis der strategischen Herausforderungen zwischen Staat und Wirtschaft zu verbessern, (2) gemeinsame Ansätze der Risikobeurteilung im Sinne öffentlich-privater Risikobilder, (3) verstärkte Synchronisierung öffentlicher und privatwirtschaftlicher Technologieentwicklungspläne zur Unterstützung des Managements von Lieferketten, (4) neue Ansätze zur Lieferkettenfinanzierung, die die Bereitstellung von Liquidität zu vergünstigten Bedinungen mit umfassendem Datenaustausch verbinden und (5) anreizorientierte Ansätze der Regulierung, um unternehmerische Investitionen zum Ausbau der Sicherheit der Lieferketten zu fördern.

      Supply Chain Management and Economic Statecraft
  • 19.06.2020
    Lieferketten und Europas strategische Autonomie
    COVID-19 und der zunehmende geoökonomische Antagonismus zwischen führenden Staaten verdunkeln die globalen Zukunftsperspektiven. Will Europa seine strategische Autonomie ausbauen und die Vortiele einer offenen Wirtschaft wahren, ist die Zusammenarbeit mit Partnern unerlässlich. Allerdings ist das gegenwärtig vorherrschende ökonomische Modell mit weltweit weit verzweigten Lieferketten nicht darauf ausgerichtet, eine globale Entkoppelung der international führenden Volkswirtschaften schadlos zu überstehen. Deshalb, so argumentieren Carsten Jäkel, Ernst & Young, und Heiko Borchert, stellt ein Ansatz zur Lieferkettenfinanzierung, der Liquidität mit Daten kombiniert, um Lieferketten krisenfester zu machen, ein neues Instrument im Werkzeugkasten der wirtschaftlichen Sicherheit Europas dar. Der Ansatz nutzt Europas (teilweise) ausgezeichnete Bonität, um vergünstigte Liquidität an Unternehmen in Partnerländer weiterzugeben. Damit kombiniert Europa auf innovative Weise eiinen liquiditäts- und datengetriebenen Ansatz mit politsichen Vorgaben zur unternehmerischen Krisenfestigkeit und kann damit Lieferketten als enue Instrumente der Prosperitäts- und Stabilitätsprojekton nutzen.

      Der Europäische Weg
  • 10.05.2020
    Strategische Krisenfestigkeit: Schlüsselfähigkeit, um strategische Schocks zu bewältigen

    Schocks werden zunehmen, ob als Folge einer Pandemie, eines Natureiereignisses oder verschärfter Bestimmungen für die Ausfuhr kritischer Rohstoffe oder Technologien. Im Umgang mit diesen Herausforderungen ist strategische Krisenfestigkeit als eine Schlüsselfähigkeit zu verstehen. Sie stärkt die nationale Sicherheitsvorsorge, erhöht die Sandortattraktivität und baut damit die Wettbewerbsfähigkeit aus. Das erfordert jedoch von Staat und Wirtschaft einen Kulturwandel, argumentieren Heiko Borchert und Johann Frank in einem neuen Beitrag für die NZZ.

      Strategische Krisenfestigkeit braucht ein neues Gleichgewicht von Staat und Wirtschaft
  • 15.04.2020
    Acht Szenarien zur Post-COVID-19-Unternehmenswelt
    Der Ausbruch des Coronavirus hat eine globale Gesundheitskriese ausgelöst, die zeitlgeich auf eine Ölpreis-Krise trifft. Gemeinsam und verstärkt die Massnahmen, die die Regierungen beschlossen haben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden, haben diese beiden Schockereignisse zu einer globalen Demobilisierung des Alltags und des weltwirtschaftlichen Austauschs geführt. Angesichts des Umfangs der Folgen dieser Ereignisse ist es unmöglich, dass Regierungen und Unternehmen an Strategien und Massnahmen festhalten können, die sie vor Ausbruch dieser Krisen verabschiedet haben. Vor diesem Hintergrund stellt die Studie "Looking Beyond the Abyss" acht Szenarien zur Post-COVID-19-Unternehmenswelt dar. Die geoökonomischen Szenarien basieren auf der Unterscheidung zwischen internationaler Kooperation vs. Konfrontation sowie starker bzw. schwacher Handlungsfähigkeit. Den Unternhmensszenarien liegt die Unterscheidung zwischen agilen und intakten bzw. in sich zusammenbrechenden Lieferketten sowie ausgeprägter bzw. schwacher Finanzkraft zugrund.

      Eight Scenarios on the Post-COVID-19 Business Landscape
  • 24.10.2019
    EU-Verteidigungsforschung und Fähigkeitsentwicklung: Seminar in Slowenien

    Ab 2021 will die Europäische Kommission mit dem European Defense Fund (EDF) die verteidigungsbezogene Technologie- und Fähigkeitsentwicklung unterstützten. Für die Mitglider der Europäischen Union (EU) stellt sich damit u.a. die Frage, wie sie sich am besten positionieren, um europäische und nationale Interessen mit HIlfe des EDF erfüllen zu können. Dieser Frage gingen internationale und slowenische Experten am 24. Oktober 2019 an einem Seminar nach, das vom slowenischen Verteidigungsministerium und der Slovenian Business & Research Association in Ljubljana organisiert wurde. Heiko Borchert spannte in seinem Beitrag den Bogen Wechselspiel zwischen Technologie- und Konzeptentwicklung über das künftige Konfliktbild zum Wesen militärischer Innovation. Er hob hervor, dass eine erfolgreiche Teilnahme Sloweniens am EDF einer strategische Grundlage bedarf, die aufzeigt, welche Fähigkeits- und Technologieschwerpunkte das Land mit seinen Unternehmen und Instituten verfolgen möchte. Um eine solche Grundlage zu erarbeiten, ist die enge Zusammeanrbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und Industrie unterlässlich.

  • 23.10.2019
    Vernetzung und Verwundbarkeit: Vortrag beim internationalen NMMT-Symposium

    Gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Vernetzung sind Triebkräfte der Globalisierung. Doch was geschieht, wenn globaler Austausch machtpolitisch wird und Vernetzung z.B. über Sanktionen einseitig ausgenützt wird, um machtpolitisch den Willen einzlener Staaten "durchzudrücken"? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags von Heiko Borchert im Rahmen des "International Symposium on Digital Platforms for Maritime Safety and Security Applications", durchgeführt von der Geschäftsstelle des Nationalen Masterplans Maritime Technologien am 23. und 24. Oktober 2019 in Bremerhaven. Heiko Borchert zeigte auf, dass ein von Flow Control gekennzeichneter Prozess der schleichenden Deglobalisierung weitreichende Folgen für globale Wertschöpfungsketten der maritimen Wirtschaft haben wird. Diese Entwicklung könnte u.a. zu unterschiedlichen wirtschaftlich-technischen Ökosystemen führen, die nicht mehr oder nur noch eingeschränkt interoperabel sind. Ein viel intensivere öffentlich-private Zusammenarbeit auf der strategische Ebene wird erforderlich sein, wenn sich führende Exportnationen wie Deutschland in diesem neuen Umfeld erfolgreich behaupten wollen.

  • 16.09.2019
    Künstliche Intelligenz in der Verteidigung: Gedanken zum Ausbau europäischer Fähigkeiten

    Im Mai 2019 veröffentlichten Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich ein Food-for-Thought-Papier zur Anwendung Künstlicher Intelligenz in der Verteidigung. Dabei ging es auch um die Frage, wie Forschungs- und Anwendungsprojekte gefördert werden können. Unsere Antwort: Durch den Aufbau einer Rahmenordnung, die die Datenmobilität fördert und damit die Grundlage für die umfassende Konzept-, Modell- und Algorithmenentwicklung legt, auf deren Grundlage Daten ausgetausch, die Kapazitäten von Hochleistungsrechnern europaweit bereitgestellt und neue Anwendungen zur Validierung und Verifizierung von KI-Lösungen geschaffen werden können.

      Jump-Starting Europe's Work on Military Artificial Intelligence
  • 06.08.2019
    Unbemannte Systeme als Schlüssel für Hybride Operationen am Golf

    Die jüngsten Vorfälle, die die freie Schifffahrt im Persischen Golf behindern, stellen eine ideale Gelegenheit dar, um sich mit dem Einsatz unbemannter Systeme in hybriden Konfliktszenarien (Gray Zone Operations) zu beschäftigen. Hybride Aktionen sind hierfür ein vortreffliches Studienobjekt, denn anstelle schneller und entscheiender Massnahmen stehen langsame, kaum wahrnehmare Versuche der Beeinflussung. Wie Michael Mazarr darlegt, bedürfen Antworten auf diese Herausforderung neuer innovativer Ansätze, die neue und bestehende Mittel in vielfältiger, bislang nicht genutzter Weise miteinander kombinieren. Unbemannte maritime Systeme können bestehende maritime Plattform gerade in diesem Umfeld ideal ergänzen - wenn dazu die entsprechenden Konzepte vorhanden sind.

      Why Unmanned Systems are the Go-To Option for Gray Zone Ops in the Gulf
  • 27.07.2019
    UDT 2019: Die Rolle Künstlicher Intelligenz in der Unterwasserdomäne

    Am 3. Konferenztag des diesjährigen UDT-Kongresses in Stockholm diskutierte Simon Williams, Chairman Clarion Defense & Security, mit Chris Norwwod, Research Leader Acoustic Signature Management, DST Australia, Joe Brynielsson, stellvertretender Forschungsdirektor, FOI Schweden, und Heiko Borchert über Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) in der Unterwasserdomäne. Heiko Borchert skizzierte dazu einleitend das Umfeld, in dem mögliche KI-Lösungen für Unterwasserkräfte eingesetzt werden und betonte drei Aspekte. Erstens müssen Technologie, Konzepte und das organisatorische Umfeld Hand in Hand entwickelt werden, wenn neue Technologien Mehrwert für die Seestreitkräfte erzielen sollen. Dazu ist es, zweitens, entscheidend, den kulturell-organisatorischen Kontext auszuleuchten, um zu verstehen, welche möglichen Anpassungen in Aufbau- und Ablaufstrukturen erforderlich sind. Drittens ist zu erwarten, dass KI das etablierte Rollenverständnis der traditionellen Rüstungshersteller herausfordert, weil neue, kommerzielle Akteure auf den Plan treten. Dabei, so Heiko Borchert, sind jedoch auch die Grenzen kommerzieller KI für Anwendungen bei den Seestreitkräften zu beachten. Gerade weil diese unter sehr spezfischen Rahmenbedingungen operieren, die z.B. auch durch rechtliche Vorgaben gekennzeichnet sind, ist es kaum denkbar, dass kommerzielle KI-Anwendungen ohne Anpassung übertragen werden können. Vielmehr erscheint es sinnvoll, über eigenständige KI-Lösungen (Defense AI) nachzudenken. Dieser Ansatz sollte zusätzlich berücksichtigen, dass der Rüstungsbereich in einigen KI-relevanten Feldern den Takt gegenüber den kommerziellen Partnern vorgibt – ein Umstand, der in der gegenwärtigen Diskussion kaum Beachtung findet.